|
Winterkräuterwanderung auf dem Kräuterweg in Amoltern am Kaiserstuhl
Kräuterfrauen wollen
alles wissen ☺!
ja, ich weiss es klingt etwas ver-rückt, aber
auf Wunsch vieler Kräuterfrauen und -männer haben wir in
diesem Jahr zum ersten
Mal eine Winter-Kräuterwanderung am 1. Januar 2012 auf dem Kräuterpfad in
Amoltern gemacht! Ich war erstaunt und sehr erfreut
über die hohe Beteiligung und das Interesse. Das Thema hat tatsächlich
Viele hinter dem warmen Ofen hervor gelockt!!!!
Bei den Wanderungen in der warmen hellen Jahreshälfte bin ich so oft
gefragt worden: wie sieht es denn im Winter aus. Was uns
erwarten würde, konnte ich nicht voraus sehen. Der Kaiserstuhl ist eine
sehr wärmeliebende Region und alles ist um diese Zeit
möglich. Ihr glaubt es nicht, es gibt auch im Winter sehr viel zu
entdecken:
Wenn es friert haben wir den Raureif auf Blättern und den letzten
getrockneten Beeren an den Sträuchern und den Wiesen was
herrliche Eindrücke und Bilder verschafft.

Heckenrose
Brombeere
wilde Möhre
Schlehe mit "Winterfee"
Wenn es
schneit und alles mit einer dicken weissen Decke zugedeckt ist, ragen die
braunen verblühten Stängel aus dem Schnee
heraus. Die Pflanzen zeigen nun ohne Blütenblätter ihre wunderbaren
Strukturen. Die wilde Möhre hat eine unglaubliche Vielfalt an
Formen zu bieten - und unter dem Schnee können wir das neue Grün
entdecken. Oft finden sich schon kleine dunkelrot gefärbte
Brennnesseln oder auch ganz zarte hellgrüne Bärlauchspitzen, die sich aus
den jetzt sehr scharf schmeckenden Wurzeln durch das
alte Laub vorm Vorjahr, dass den Boden bedeckt und wärmt, hervor gewagt
haben.

Kräuterpfad in Amoltern
Amoltern im Winter
persisches Ehrenpreis
Bei unserer Wanderung am 1.1.12 war es fast frühlingshaft warm. Der
Bärlauch streckte schon seine Spitzen durch das alte Laub
heraus, Ehrenpreis blühte in strahlendem Blau, die Vogelmiere
zeigte ihre kleinen weisen Sternblüten und der wilden Feldsalat
war in dicken Büscheln zwischen den Weinreben zu sehen:

Vogelmiere
persisches Ehrenpreis
Feldsalat
Auf unserer Wanderung
konnten wir bereits viele weitere Frühlingspflanzen betrachten.
Interessant war der Gegensatz: hier die
frischen kleinen Blättchen und daneben die vertrockneten braunen Stängel
mit den klare sichtbaren Strukturen des Winters:

Schafgarbe
Clematis
wilde Möhre
Natürlich befanden wir uns immer noch in der Zeit der Raunächte, der Wode
mit seiner wilden Jagd war auf seiner Suche nach
der Sonne kräftig unterwegs ,wir haben Mantel und Kapuzen zuschnüren
müssen. Geschichten zu den Rauhnächten waren
ebenfalls Thema.
Nach der
stürmischen Wanderung hat uns Reinhold vom
in der Brunnenstrasse mit einem heissen Punsch und
Glühwein, frischen und köstlichen Zwiebel- Salz- und Apfelwähen und
seinem mit viel Liebe gekelterten roten und weisen
Amolterer Wein erwartet.
Es war
ein rundum gelungener und wunderschöner Tag und ein guter Start ins neue
Kräuterjahr
Ich wünsche Euch
allen ein glückliches erfolgreiches Jahr 2012
|