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Hasel - Corylus avellana -
Die Wintersonnenwende ist vorüber, das Licht
kehrt zurück und mit ihm erwachen die ersten
Frühlingsboten.
Die Haselnuss
trägt jetzt
schon hier und da ihre gelben "Hasel-Kätzchen"
Der Haselstrauch
ist seit ewigen Zeiten eine Schutzpflanze. Er
ist einer der 9 Sträucher des "Hag", des Zaunes
aus neunerlei Holz, der einst als Umfriedung der
Wohnstätten und Felder diente. Zu den 9 Hölzern
gehören: Weissdorn, Schlehdorn, Heckenrose,
Hainbuche, Haselnuss, Esche, Feldahorn,
Heckenkirsche und Hartriegel. Oft werden auch
Buche und Hainbuche sowie die Alpenjohannisbeere
erwähnt. Diese Hecke bot Schutz für heilkräftige
Pflanzen und bis in die Neuzeit wurden in
ländlichen Gegenden die benötigten Heilkräuter
in der Nähe der Hecke gepflanzt um sie im
Notfall schnell zur Hand zu haben. Das Bild
unserer Dörfer wurde früher durch die Hecken,
welche Wohnhaus, Stall, Scheune und
Gemüsegarten umgaben, geprägt. Heute sind die
Hecken leider durch Holz- und Drahtzäune ersetzt
worden. Er hat eine direkte Beziehung zu der
Zahl 9: er trägt erst im 9. Jahr Früchte. Der
weisen Göttin (die jungfräuliche Göttin, die
Frühlingsgöttin Brigit) war der Strauch geweiht.
9 Priesterinnen versahen den Dienst.
Genau wie die
Birke und Weide hat der Haselstrauch eine
direkte Beziehung zum Wasser. Aus seinen
biegsamen Zweigen werden seit tausenden von
Jahren Wünschelruten hergestellt mit denen man
verborgene Quellen, Brunnen, Wasseradern und
Energiefelder sucht:
"Das Haselholz ist wie kein anderes ein
ausgezeichneter Leiter für Energieströme. Es
besitzt eine starke Durchlässigkeit und schwingt
sich, als Wünschelrute verarbeitet, über den
gesuchten Kraftfeldern leicht ein. Ein
Haselstrauch neben einem Haus gepflanzt, wirkt
wie ein Blitzableiter für störende und
krankmachende Strahlungen aus der Erde."
Die
alteuropäische Schamanen benutzten Haselzweige
um Wetter zu machen. Dafür wurde das Wasser mit
Haselruten gepeitscht.
Der Haselstrauch
gilt als Baum der Verführung, als
Fruchtbarkeitssymbol: wenn es im Herbst viele
Nüsse gibt, gibt es im folgenden Jahr viele
(uneheliche!!!) Kinder. In einem Märchen aus
Mähren sprechen eine Jungfrau und ein
Haselstrauch:
"Hüt dich, hüt
dich Frau Haselin
und tu dich wohl umschaun,
ich hab daheim zween
Brüder stolz, die wollen dich umhau'n"
Frau Hasel antwortet:
"Und hau'n sie mich im Winter um,
im Sommer grün ich wieder,
veliert ein Mädchen seinen Kranz,
den find sie nimmer wieder!"

"In die Haseln
gehen" war ein Symbol zur Verführung: Annelie
mit der roten Brust, chomm, mer wend id'
Haselnuss" (Schweiz)
Hildegard von Bingen mochte den Haselstrauch
nicht: "der Haselbaum ist ein Sinnbild der
Wollust, zu Heilzwecken taugt er kaum" schimpfte
sie.
Haselzweige werden bei Unfruchtbarkeit über das
Ehebett gehängt, war eine Frau schwanger, trug
sie einen Haselzweig mit Nüssen.
Wie die Weide trägt sie die Symbolik der
Fruchtbarkeit und des Frühjahres als auch der
Starre und des Winters. Haselnüsse sind die
Speise des Wintergottes Samhain. Sie waren der
Vorraut an Fett und Nährstoffen, die unseren
Vorfahren über die Winterzeit halfen. Heute noch
wird der Weihnachtsbaum mit Nüssen geschmückt.
Heilwirkung:
Die Heilwirkung
der Hasel ist in Vergessenheit geraten. Bekannt
ist nur noch die schweisstreibende Wirkung der
Haselkätzchen, die wie Holunder und Lindenblüten
als Schwitztee bei Erkältungskrankheiten
verwendet werden. Die Blätter enthalten
Gerbstoffe, die Nüsse viel fettes Oel und
Eiweiss.
Signatur:
Merkur

Vielseitiger ist
die Verwendung der Nüsse: aus den Nüssen lässt
sich Öl gewinnen, sie gehören zur
Weihnachtsbäckerei und ein wohlschmeckender
Likör lässt sich aus Haselnüssen herstellen:
1 Pfund Haselnüsse klein schneiden
200 g Kandiszucker
1,5 Liter Wodka/Cognak/Obstler (nach Belieben)
dazugeben
1 Zimtstange,
5 Nelken,
1 aufgeschlitzte Vanillesstange zufügen
und 4 Wochen an
einen warmen Ort stellen
alles mit einem Kaffeefilter filtrieren und
nochmals 4 Wochen im Keller ruhen lassen.
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